Ein Kampf um Rom: Historischer Roman. Erster Band by Felix Dahn

(2 User reviews)   2173
Dahn, Felix, 1834-1912 Dahn, Felix, 1834-1912
German
Ever wondered what happened after the Roman Empire fell in the West? Forget dusty history books. Felix Dahn’s classic novel throws you straight into the chaos of 6th-century Italy. It’s a story of power grabs, brutal battles, and shifting loyalties. The Ostrogoths are trying to hold onto their kingdom in Italy, but the Byzantine Empire from the East is coming to take it all back. Think of it as a political thriller where everyone is fighting for the ultimate prize: the city of Rome itself. Who will win? And at what cost? If you love epic stories with kings, warriors, and high-stakes strategy, this is your next great read.
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halb zerfallen, heute bis auf dürftige Spuren verschwunden ist. Es war still auf dieser Waldhöhe: nur ein vom Sturm losgerissenes Felsstück polterte manchmal die steinigen Hänge hinunter, und schlug zuletzt platschend in das sumpfige Wasser der Kanäle und Gräben, die den ganzen Kreis der Seefestung umgürteten. Oder in dem alten Tempel löste sich eine verwitterte Platte von dem getäfelten Dach der Decke und fiel zerspringend auf die Marmorstufen, – Vorboten von dem drohenden Einsturz des ganzen Gebäudes. Aber dies unheimliche Geräusch schien nicht beachtet zu werden von einem Mann, der unbeweglich auf der zweithöchsten Stufe der Tempeltreppe saß, den Rücken an die höchste Stufe gelehnt, und schweigend und unverwandt in Einer Richtung über die Höhe hinab nach der Stadt zu blickte. Lange saß er so: regungslos, aber sehnsüchtig wartend: er achtete es nicht, daß ihm der Wind die schweren Regentropfen, die einzeln zu fallen begannen, ins Gesicht schlug, und ungestüm in dem mächtigen, bis an den ehernen Gurt wallenden Bart wühlte, der fast die ganze breite Brust des alten Mannes mit glänzendem Silberweiß bedeckte. Endlich stand er auf und schritt einige der Marmorstufen nieder: »Sie kommen,« sagte er. Es wurde das Licht einer Fackel sichtbar, die sich rasch von der Stadt her dem Tempel näherte: man hörte schnelle, kräftige Schritte und bald danach stiegen drei Männer die Stufen der Treppe herauf. »Heil, Meister Hildebrand, Hildungs Sohn!« rief der voranschreitende Fackelträger, der jüngste von ihnen, in gotischer Sprache mit auffallend melodischer Stimme, als er die lückenhafte Säulenreihe des Pronaos, der Vorhalle, erreicht. Er hob das Windlicht hoch empor – schöne, korinthische Erzarbeit am Stiel, durchsichtiges Elfenbein bildete den vierseitigen Schirm, und den gewölbten durchbrochnen Deckel – und steckte es in den Erzring, der die geborstne Mittelsäule zusammenhielt. Das weiße Licht fiel auf ein apollinisch schönes Antlitz mit lachenden, hellblauen Augen; mitten auf seiner Stirn teilte sich das lichtblonde Haar in zwei lang fließende Lockenwellen, die rechts und links bis auf seine Schultern wallten; Mund und Nase, fein, fast weich geschnitten, waren von vollendeter Form, ein leichter Anflug goldhellen Bartes deckte die freundlichen Lippen und das leicht gespaltene Kinn; er trug nur weiße Kleider: einen Kriegsmantel von feiner Wolle, durch eine goldne Spange in Greifengestalt auf der rechten Schulter festgehalten, und eine römische Tunika von weicher Seide, beide mit einem Goldstreif durchwirkt; weiße Lederriemen festigten die Sandalen an den Füßen und reichten, kreuzweis geflochten, bis an die Kniee; die nackten, glänzendweißen Arme umzirkten zwei breite Goldreife: und wie er, die Rechte um eine hohe Lanze geschlungen, die ihm zugleich als Stab und als Waffe diente, die Linke in die Hüfte gestemmt, ausruhend von dem Gang, zu seinen langsameren Weggenossen hinunterblickte, schien in den grauen Tempel eine jugendliche Göttergestalt aus seinen schönsten Tagen wieder eingekehrt. Der zweite der Ankömmlinge hatte, trotz einer allgemeinen Familienähnlichkeit, doch einen von dem Fackelträger völlig verschiednen Ausdruck. Er war einige Jahre älter, sein Wuchs war derber und breiter, – tief in den mächtigen Stiernacken hinab reichte das dicht und kurz gelockte braune Haar, – und von fast riesenhafter Höhe und Stärke: in seinem Gesicht fehlte jener sonnige Schimmer, jene vertrauende Freude und Lebenshoffnung, welche die Züge des jüngern Bruders verklärten: statt dessen lag in seiner ganzen Erscheinung der Ausdruck von bärenhafter Kraft und bärenhaftem Mut: er trug eine zottige Wolfsschur, deren Rachen, wie eine Kapuze, sein Haupt umhüllte, ein schlichtes Wollenwams darunter, und auf der rechten Schulter eine kurze, wuchtige Keule aus dem harten Holz einer Eichenwurzel. Bedächtigen Schrittes folgte der dritte, ein mittelgroßer Mann von gemessen verständigem Ausdruck. Er trug den Stahlhelm, das Schwert und den braunen Kriegsmantel des gotischen Fußvolks. Sein schlichtes, hellbraunes Haar war über...

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Imagine a world where the Roman Empire in the West is gone, but its ghost—the city of Rome—still holds unimaginable power. That's the stage Felix Dahn sets in this sweeping historical novel.

The Story

We’re in Italy in the 500s AD. The Ostrogoths, a Germanic people, rule the peninsula from Ravenna. But their king, Theodoric the Great, has just died, leaving a power vacuum. His daughter, Amalasuntha, tries to hold things together, but she’s surrounded by ambitious Gothic nobles who want the throne for themselves. Meanwhile, in Constantinople, the Byzantine Emperor Justinian sees his chance. He sends his brilliant, ruthless general Belisarius to reclaim Italy for the Empire. What follows is a massive, decades-long war. It’s not just armies clashing; it’s a fight for the soul of the ancient world. Will the old Roman order return, or will a new Gothic kingdom rise?

Why You Should Read It

Dahn doesn’t just give you dates and battles. He makes you feel the tension in the royal court and the mud of the battlefield. The characters are complex. You might find yourself rooting for a Gothic warrior’s honor one moment, and a Byzantine soldier’s cunning the next. The book asks big questions about what makes a civilization and whether power can ever be held without corruption. It’s a story about the end of one era and the painful birth of another, and it’s surprisingly relevant.

Final Verdict

This is a book for patient readers who love to get lost in a grand, detailed historical world. It’s perfect for fans of authors like Bernard Cornwell or Ken Follett, but who want to explore a less familiar period. If you’ve ever finished a show like Game of Thrones or The Last Kingdom and wished for more political intrigue and epic scale, give this classic a try. Just be ready for a commitment—it’s the first in a series, and the struggle for Rome is a long one.



📜 Usage Rights

This publication is available for unrestricted use. Distribute this work to help spread literacy.

Robert White
1 year ago

I stumbled upon this title and the narrative structure is incredibly compelling. One of the best books I've read this year.

Oliver Lewis
11 months ago

Compatible with my e-reader, thanks.

5
5 out of 5 (2 User reviews )

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