Ein Kampf um Rom: Historischer Roman. Erster Band by Felix Dahn

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Dahn, Felix, 1834-1912 Dahn, Felix, 1834-1912
German
Have you ever wondered what it was really like in the final days of the Roman Empire? Not the dry dates from a history class, but the messy, brutal, and human scramble for power? That's what Felix Dahn's classic, 'A Struggle for Rome,' is all about. This first book throws you right into the chaos after Rome falls. It's not just about crumbling buildings; it's about the Gothic kings, Byzantine spies, and Roman senators all fighting to grab the pieces. Think of it as 'Game of Thrones' but with real historical figures and the fate of Western civilization on the line. If you love big stories about ambition, betrayal, and empires collapsing, this is your next obsession.
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halb zerfallen, heute bis auf dürftige Spuren verschwunden ist. Es war still auf dieser Waldhöhe: nur ein vom Sturm losgerissenes Felsstück polterte manchmal die steinigen Hänge hinunter, und schlug zuletzt platschend in das sumpfige Wasser der Kanäle und Gräben, die den ganzen Kreis der Seefestung umgürteten. Oder in dem alten Tempel löste sich eine verwitterte Platte von dem getäfelten Dach der Decke und fiel zerspringend auf die Marmorstufen, – Vorboten von dem drohenden Einsturz des ganzen Gebäudes. Aber dies unheimliche Geräusch schien nicht beachtet zu werden von einem Mann, der unbeweglich auf der zweithöchsten Stufe der Tempeltreppe saß, den Rücken an die höchste Stufe gelehnt, und schweigend und unverwandt in Einer Richtung über die Höhe hinab nach der Stadt zu blickte. Lange saß er so: regungslos, aber sehnsüchtig wartend: er achtete es nicht, daß ihm der Wind die schweren Regentropfen, die einzeln zu fallen begannen, ins Gesicht schlug, und ungestüm in dem mächtigen, bis an den ehernen Gurt wallenden Bart wühlte, der fast die ganze breite Brust des alten Mannes mit glänzendem Silberweiß bedeckte. Endlich stand er auf und schritt einige der Marmorstufen nieder: »Sie kommen,« sagte er. Es wurde das Licht einer Fackel sichtbar, die sich rasch von der Stadt her dem Tempel näherte: man hörte schnelle, kräftige Schritte und bald danach stiegen drei Männer die Stufen der Treppe herauf. »Heil, Meister Hildebrand, Hildungs Sohn!« rief der voranschreitende Fackelträger, der jüngste von ihnen, in gotischer Sprache mit auffallend melodischer Stimme, als er die lückenhafte Säulenreihe des Pronaos, der Vorhalle, erreicht. Er hob das Windlicht hoch empor – schöne, korinthische Erzarbeit am Stiel, durchsichtiges Elfenbein bildete den vierseitigen Schirm, und den gewölbten durchbrochnen Deckel – und steckte es in den Erzring, der die geborstne Mittelsäule zusammenhielt. Das weiße Licht fiel auf ein apollinisch schönes Antlitz mit lachenden, hellblauen Augen; mitten auf seiner Stirn teilte sich das lichtblonde Haar in zwei lang fließende Lockenwellen, die rechts und links bis auf seine Schultern wallten; Mund und Nase, fein, fast weich geschnitten, waren von vollendeter Form, ein leichter Anflug goldhellen Bartes deckte die freundlichen Lippen und das leicht gespaltene Kinn; er trug nur weiße Kleider: einen Kriegsmantel von feiner Wolle, durch eine goldne Spange in Greifengestalt auf der rechten Schulter festgehalten, und eine römische Tunika von weicher Seide, beide mit einem Goldstreif durchwirkt; weiße Lederriemen festigten die Sandalen an den Füßen und reichten, kreuzweis geflochten, bis an die Kniee; die nackten, glänzendweißen Arme umzirkten zwei breite Goldreife: und wie er, die Rechte um eine hohe Lanze geschlungen, die ihm zugleich als Stab und als Waffe diente, die Linke in die Hüfte gestemmt, ausruhend von dem Gang, zu seinen langsameren Weggenossen hinunterblickte, schien in den grauen Tempel eine jugendliche Göttergestalt aus seinen schönsten Tagen wieder eingekehrt. Der zweite der Ankömmlinge hatte, trotz einer allgemeinen Familienähnlichkeit, doch einen von dem Fackelträger völlig verschiednen Ausdruck. Er war einige Jahre älter, sein Wuchs war derber und breiter, – tief in den mächtigen Stiernacken hinab reichte das dicht und kurz gelockte braune Haar, – und von fast riesenhafter Höhe und Stärke: in seinem Gesicht fehlte jener sonnige Schimmer, jene vertrauende Freude und Lebenshoffnung, welche die Züge des jüngern Bruders verklärten: statt dessen lag in seiner ganzen Erscheinung der Ausdruck von bärenhafter Kraft und bärenhaftem Mut: er trug eine zottige Wolfsschur, deren Rachen, wie eine Kapuze, sein Haupt umhüllte, ein schlichtes Wollenwams darunter, und auf der rechten Schulter eine kurze, wuchtige Keule aus dem harten Holz einer Eichenwurzel. Bedächtigen Schrittes folgte der dritte, ein mittelgroßer Mann von gemessen verständigem Ausdruck. Er trug den Stahlhelm, das Schwert und den braunen Kriegsmantel des gotischen Fußvolks. Sein schlichtes, hellbraunes Haar war über...

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First published in the 1870s, Felix Dahn's 'Ein Kampf um Rom' (A Struggle for Rome) is a foundational piece of German historical fiction. It takes us to the 6th century, a time of immense upheaval right after the Western Roman Empire has officially fallen.

The Story

The Ostrogoths, led by their great king Theodoric, have built a powerful kingdom in Italy. But when Theodoric dies, everything starts to fall apart. His daughter, Amalasuntha, tries to hold things together as regent, but she's caught between Gothic warriors who distrust her Roman ways and the scheming nobles at her own court. Meanwhile, in Constantinople, the Byzantine Emperor Justinian sees his chance. He sends his brilliant, ruthless general Belisarius to reclaim Italy for the Empire. The book follows this explosive clash: the Goths fighting for their new homeland, the Byzantines fighting to restore the old glory of Rome, and the native Romans stuck in the middle, unsure who to trust.

Why You Should Read It

Dahn makes history feel immediate. You're in the council chambers and on the battlefields. He doesn't paint simple heroes and villains. The Gothic characters are proud and often noble, but also divided. The Byzantines are cunning and technologically advanced. It's a gripping look at how cultures collide and how power vacuums create both monsters and martyrs. The political maneuvering is as tense as the combat.

Final Verdict

This is a book for readers who want to get lost in a grand, old-school historical epic. It's perfect for fans of writers like Robert Graves or Colleen McCullough, or anyone who enjoys TV shows about political intrigue in ancient worlds. Be ready for a dense, character-rich narrative—it's a commitment, but the scale of the drama is utterly rewarding. Just remember it's a product of its 19th-century time, so some perspectives feel dated, but the core story of a civilization in transition remains powerful.



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The copyright for this book has expired, making it public property. Thank you for supporting open literature.

Mason Lopez
1 year ago

I came across this while browsing and the atmosphere created is totally immersive. A true masterpiece.

Emily Smith
1 year ago

Amazing book.

Mary Williams
1 year ago

Good quality content.

Liam Johnson
1 year ago

Very helpful, thanks.

Emily Hernandez
3 months ago

I started reading out of curiosity and the content flows smoothly from one chapter to the next. Exactly what I needed.

5
5 out of 5 (5 User reviews )

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